Abschnittsübersicht

    • Nun sind Sie im letzten Teil des Kurses angekommen – herzlichen Glückwunsch! 

      Blicken wir gemeinsam zurück: In den Modulen 2a und 2b haben Sie zentrale Grundlagen der Portfolioarbeit kennengelernt. In den weiteren Modulen 3 und 4 konnten Sie praxisnah erproben, wie sich digitale und KI-gestützte Portfolios im Unterricht und für die eigene Professionalisierung einsetzen lassen. Sie haben erfahren, wie unterschiedliche Portfoliotypen und Tools Lernprozesse strukturieren, individualisieren und diagnostisch unterstützen können. Ergänzt wurde dies durch kompakte Inputs, praxisorientierte Übungen und Checklisten, die Sie beim eigenen Lernen begleitet haben.

    • Selbsteinschätzung

      Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, dass wir Sie zu Beginn des Kurses gebeten hatten, Ihre Ausgangskompetenzen einzuschätzen. Nun – nach Abschluss dieses Kurses – laden wir Sie ein, Ihre Entwicklung noch einmal bewusst wahrzunehmen Ihre Kompetenzen noch einmal zu bewerten. Geben Sie auf den folgenden Schiebereglern an, wie sicher Sie sich nun im Themengebiet fühlen (0 = keine Kompetenz, 10 = sehr hohe Kompetenz).
      Die Einschätzung Ihres Kursbegleiters Paddy Portfolio finden Sie dabei nachfolgend mit einem Klick auf „Einschätzung von Paddy".

      Wie hoch schätzen Sie Ihre aktuelle Kompetenz in der Planung und Umsetzung von Portfolioarbeit ein?

      5

      Wie routiniert sind Sie im Umgang mit digitalen oder KI-gestützten Tools?

      5

      Wie gut gelingt es Ihnen aktuell, Lernprozesse Ihrer Schülerinnen und Schüler systematisch zu dokumentieren?

      5

      Wie gut gelingt es Ihnen aktuell, Ihr eigenes berufliches Handeln zu reflektieren?

      5

      Wie Sie sehen, hat Paddy durch den Besuch des Kurses tatsächlich einiges an Kompetenzen hinzugewonnen. Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Vergleichen Sie Ihre Einschätzung mit Ihren Angaben zu Kursbeginn

    • Mein Arbeitsportfolio – Teil 3 

      Zum Abschluss des Kurses möchten wir Sie einladen, eine letzte Standortbestimmung vorzunehmen und Ihren Lernfortschritt bewusst zu reflektieren. Dabei geht es darum, festzuhalten, was Sie aus dem Kurs mitnehmen und wie Sie Portfolioarbeit künftig in Ihrem Unterricht oder Ihrer Professionalisierung weiterverfolgen möchten. Planen Sie für diese Reflexion ca. 10 Minuten ein. Sie können wieder kurz, stichpunktartig oder nur zu den für Sie relevanten Fragen Antworten. Wählen Sie diejenigen Aspekte aus, die für Ihre eigene Weiterentwicklung bedeutsam sind. Auch hier bleiben Ihre Einträge privat und werden nicht gespeichert. Sie können die Fragen direkt hier im Kursfenster bearbeiten am Ende eine Word-Datei herunterladen.

      Speichern Sie die Datei nun ab.

      Herzlichen Glückwunsch – Sie haben Ihr persönliches Lernportfolio erfolgreich vervollständigt! Aus Ihren Reflexionen, den Portfolio-Dokumenten, den Zusammenfassungen und den Praxisleitfäden ist im Laufe des Kurses ein ganz eigenes Nachschlagewerk entstanden – Ihr individueller Begleiter für die zukünftige Arbeit mit Portfolios.

    • Kurzzusammenfassung

      In der Schulpädagogik wird das Portfolio als eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten der Lernenden verstanden, die den Aufwand, die Entwicklung und die Ergebnisse der Lernenden sichtbar macht. Dazu gehört die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei der Auswahl der Inhalte, der Kriterien und der Selbstreflexion. Die Vorteile von Portfolioarbeit zeigen sich bspw. in den Bereichen Unterrichtsgestaltung, Leistungsdiagnostik und Schulentwicklung.

      Im Unterricht liegen die zentralen Elemente der Portfolioarbeit in der Dokumentation und der Kommunikation über die individuelle Lernentwicklung sowie in den Ergebnissen des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler. Portfolioarbeit stärkt schülerorientierte, selbstgesteuerte Lernkultur und fördert Fähigkeiten wie die Planung, Durchführung und Kontrolle des eigenen Lernens. Als Instrument zur Förderung der Reflexion des Lernprozesses braucht es Lernumgebungen, die individuelles Lernen unterstützen.

      Bei der Erstellung von Portfolios spielen Entscheidung zu Zweck, Inhalt und Verantwortlichkeiten eine zentrale Rolle. Je nach Schwerpunkt können verschiedene Portfoliotypen entstehen, bspw. Arbeits-, Entwicklungs-, Vorzeige-, Beurteilungs- oder Bewerbungsportfolios. Der Adressatenkreis des Portfolios wird vorab festgelegt, etwa Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte oder Eltern. Portfoliogespräche bieten zusätzlich Raum, Lernwege und Ergebnisse gemeinsam zu besprechen. 

      Der typische Ablauf der Portfolioarbeit umfasst die Schritte: Kontext definieren, Sammeln, Auswählen, Reflektieren, Vorausschauen und Präsentieren. Ziel ist es, Lernprozesse sichtbar zu machen, individuelle Lernentwicklung zu fördern und Lernprodukte angemessen zu präsentieren.

      Die Qualitätsoffensive Lehrkräftebildung betont das hohe Innovationspotential der (E-) Portfolioarbeit. Portfolios unterstützen eine neue Lernkultur, eröffnen Möglichkeiten der alternativen Leistungsbeurteilung, macht informale und non-formale Lernprozesse transparent und stärkt reflexives Schreiben. Zudem ermöglicht Portfolioarbeit eine Verzahnung von Theorie und Praxis und begleitet Lehrkräfte über ihre gesamte Berufsbiografie hinweg beim lebenslangen Lernen. Durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen professionellem Handeln entsteht Raum für kontinuierliche Weiterentwicklung. Ein zentrales Element ist die Reflexion, welche in Spannung mit der Leistungsbeurteilung steht. Deshalb ist es sinnvoll, beide Funktionen voneinander zu trennen.

      Als Best-Practice-Beispiel wurde das Tübinger Lehrkräfte Portfolio vorgestellt. Die Grundidee besteht in der Vernetzung der einzelnen Ausbildungsbestandteile in der Lehrkräftebildung. Ziel ist es, die Reflexion einzelner Ausbildungsabschnitte mithilfe von Portfolioarbeit in die Lehrkräftebildung zu integrieren. Auf Grundlage professionstheoretischer Ansätze werden Theorie und Praxis über verschiedene Reflexionsfelder miteinander verbunden. Die Struktur des Portfolios wird an folgenden Ausbildungsbestandteilen realisiert: Universität, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Ausbildungsschulen, Selbststudium

      Ein weiteres Best-Practice Beispiel ist das Professional Development Portfolio. Es dient der Identifizierung von Entwicklungspotenzialen, dabei werden entsprechende Entwicklungsziele festgehalten, um Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen aus- und weiterzubilden. Der Fokus liegt bei der Reflexion des eigenen Entwicklungsprozesses, dabei steht der Selbstbezug im Vordergrund. Somit soll die Entwicklung selbstregulativer Fähigkeiten im beruflichen Alltag von Lehrkräfte gefördert werden. Die Struktur des Portfolios ist prozessual und erfolgt in drei Phasen: Planungsphase, Handlungsphase und Selbstreflexionsphase.

      Digitale Portfolios ergänzen papierbasierte Portfolios sinnvoll, weil Lernen heute zunehmend digital geprägt ist. Schülerinnen und Schüler arbeiten häufiger selbstständig, nutzen verschiedene Medienformen und profitieren von flexiblen Lernumgebungen. Digitale Portfolios ermöglichen genau das: Sie bieten Raum für vielseitige Lernprodukte, unterstützen Reflexion und erleichtern den Austausch mit Lehrkräften und Peers. Gleichzeitig fördern sie Medienkompetenz und können Lernende über längere Zeiträume begleiten. Dabei gilt es allerdings auch Herausforderungen im Blick zu behalten. Digitale Portfolios können dazu verleiten, sich eher „perfekt“ zu präsentieren als ehrlich zu reflektieren, sie bergen ein gewisses Kontrollpotenzial und es besteht die Gefahr, dass technische Aspekte zu sehr in den Vordergrund rücken.

      Für die praktische Umsetzung stehen zahlreiche Tools zur Verfügung – etwa Mahara, Metapholio, FutureBOx, Foxi oder TaskCards sowie klassische Lernplattformen wie Moodle oder ILIAS. Entscheidend ist, nur datenschutzkonforme Angebote zu nutzen und transparent mit Daten umzugehen. In der Schule dienen digitale Portfolios vor allem der Individualisierung von Lernprozessen und der Förderung von Reflexionskompetenzen. Sie bleiben persönliche Dokumente, deren Inhalte Lernende selbst steuern und nur gezielt freigeben.

      In einer zunehmend digitalen Welt gewinnen digitale Portfolios zusätzlich an Bedeutung. Sie greifen neue Ausdrucks-, Kommunikations- und Lernformen auf und ermöglichen Lernenden, ihre Entwicklung in digitalen Kontexten sichtbar zu machen. Gleichzeitig stärken sie Teilhabe und Fairness, da alle Lernenden ihre individuellen Stärken darstellen können, unabhängig von ihrem Hintergrund. Damit sind digitale Portfolios mehr als digitale Sammelmappen: Sie sind ein Werkzeug für selbstbestimmtes, reflektiertes und zeitgemäßes Lernen.

      KI kann im Unterricht vielfältig unterstützen, indem sie Texte analysiert, automatisches Feedback gibt, Lernstände sichtbar macht oder Lernwege individuell anpasst. So bekommen Lernende schneller und gezielter Rückmeldungen, können ihre Arbeiten leichter überarbeiten und ihren Fortschritt besser nachvollziehen. Adaptive Aufgaben und kontinuierliche Hinweise stärken die Motivation, weil Lernprozesse sichtbarer und individueller werden. Auch Lehrkräfte profitieren: KI kann bei Korrekturen, Materialentwicklung, Diagnostik oder Unterrichtsreflexion entlasten und schafft Raum für die pädagogisch wichtigen Aufgaben. Fortbildungsangebote wie z.B. die ByLKI geben Lehrkräften zudem die Möglichkeit, KI-Tools sicher und datenschutzkonform zu erproben.

      Trotz dieser Unterstützung bleibt die Lehrkraft unverzichtbar. Sie trifft die didaktischen Entscheidungen, strukturiert Aufgaben, achtet auf Kompetenzorientierung und sorgt dafür, dass der Lernprozess wichtiger bleibt als das KI-generierte Ergebnis. Lehrkräfte begleiten die Reflexion, helfen beim Einordnen von KI-generiertem Feedback und unterstützen Lernende darin, Vorschläge kritisch zu prüfen. Auch bei Leistungsbewertung und Prüfungskultur bleibt der pädagogische Blick entscheidend, da KI weder die individuellen Denkprozesse noch die Fairnessanforderungen vollständig erfassen kann.

      Damit KI sinnvoll genutzt werden kann, braucht es gutes Prompting. Die C.R.A.F.T.-Struktur (Context, Role, Audience, Format, Task) hilft dabei, die KI gezielt anzuleiten, z.B. wenn Feedback zu Reflexionstexten generiert werden soll. Für den Unterricht gibt es außerdem erste spezialisierte Tools wie FelloFish, das automatisiertes, DSGVO-konformes Feedback zu Schülertexten ermöglicht. Ethisch gilt: KI darf pädagogische Entscheidungen unterstützen, aber nicht ersetzen und muss transparent, sowie verantwortungsvoll eingesetzt werden. Datenschutz und Fairness bleiben immer in der Verantwortung der Lehrkraft.

    • Teilnahmezertifikat Datei

      Selbsttests und Teilnahmebescheinigung

      Im Laufe des Kurses haben Sie mehrere interaktive Übungen kennengelernt. Der Fortschrittsbalken am rechten Bildrand zeigt Ihnen, welche Aufgaben Sie noch nicht abgeschlossen haben. Zur Erinnerung: Sie können die Quizze und Selbsttests beliebig oft wiederholen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Bearbeitung!

      Sobald Sie alle Selbsttests (entspricht 75% der Aufgaben) erledigt haben, können Sie Ihre Teilnahmebescheinigung herunterladen, indem Sie über diesem Text auf „Teilnahmezertifikat" klicken.

    • Verabschiedung

      Nun wollen Paddy und wir uns von Ihnen verabschieden! Wir hoffen, dass Ihnen der Kurs gefallen hat und Sie viele neue Anregungen und Ideen für den Einsatz von Portfolioarbeit gewinnen konnten – sei es für Ihren Unterricht oder für Ihre eigene professionelle Weiterentwicklung.

      Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch ein paar inspirierende Gedanken mit auf den Weg geben, die auch wunderbar zur Portfolioarbeit passen:

      Verschiedene Zitate zu Portfolioarbeit.

      Hier finden Sie den barrierefreien Text zu der Abbildung.

      Diese Zitate zeigen: Lernen bedeutet, Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren und daraus Neues zu gestalten – genau das ist der Kern der Portfolioarbeit. Gleichzeitig erweitern digitale Entwicklungen unsere Möglichkeiten und regen dazu an, sich bewusst mit Lernen und Professionalität auseinanderzusetzen.

      Wir wünschen Ihnen für Ihre zukünftigen Lern- und Lehrprojekte weiterhin viel Freude, Erfolg und inspirierende Momente.

    • Beteiligte

      Die Erstellung des Kurses im Rahmen des Kompetenzverbundes lernen:digital wurde aus Mitteln der Europäischen Union finanziert und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Fortbildungsangebot entstand in Rahmen folgender Teilprojekte:

      DiSo-SGW (Digitale Souveränität als Ziel wegweisender Lehrkräftebildung für Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften in der digitalen Welt) und 

      DiäS (Digital-ästhetische Souveränität von Lehrkräften als Basis kultureller, künstlerischer, musikalischer, poetischer und sportlicher Bildung in der digitalen Welt).

                 

                         

      Erstellt von dem Lehrstuhl Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Unterrichtsentwicklung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg:
      Prof. Dr. Michaela Gläser-Zikuda, Johanna Greger, Franziska Hierl, Lea Plößl, Meike Wagner, Markus Zaiat

      Lizenzen:
      Dieser Kurs ist unter der CC BY-Lizenz lizensiert. Sie dürfen beliebige Kursinhalte also unter Nennung der Autorinnen und Autoren weiterverwenden und verändern, auch in Ihrer Fortbildung.

      Zitationsempfehlung:
      Gläser-Zikuda, M., Greger, J., Hierl, F., Plößl, L., Wagner, M. & Zaiat, M.  (2025). Selbstlernkurs „Lernwege mit Portfolioarbeit begleiten – analog, digital oder KI-gestützt“. Onlinekurs für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Fortbildende in der Lehrkräftebildung. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

    • AZQuotes. (o. D.). John Dewey Zitate. Abgerufen am 17.11.2025, von https://www.azquotes.com/quote/497608

      Geo.de. (o. D.). Albert Einstein: Seine schönsten Zitate. Abgerufen am 17.11.2025, von https://www.geo.de/geolino/mensch/19221-rtkl-sprueche-albert-einstein-seine-schoensten-zitate

      Murmann Magazin. (2019, Juni). Digitalisierung: Zitate zum Umgang mit dem Digitalen. Abgerufen am 17.11.2025, von https://murmann-magazin.de/innovation/2019/06/digitalisierung-zitate-zum-umgang-mit-dem-digitalen/

      Sammlernet. (o. D.). Zitate. Abgerufen am 17.11.2025, von https://www.sammlernet.de/zitate.htm

      Volland, N. (2021). Diese 7 KI-Zitate haben mir mehr beigebracht. LinkedIn. Abgerufen am 17.11.2025, von https://de.linkedin.com/posts/niklas-volland_diese-7-ki-zitate-haben-mir-mehr-beigebracht-activity-7334805930691198976-EJfJ